Im Interview mit Hanna

Heute hat sich Hanna einmal kurz für ein Interview frei nehmen können. Wir treffen sie in einem Berliner Café, unweit vom Hauptbahnhof.  Die Sonne strahlt. Kein Wunder, denn auch Hanna strahlt und strahlt über das ganze Gesicht. Sie eine entzückende Frau, mit viel Lebensenergie und einem Lächeln, das uns für einen Moment die Zeit vergessen lässt. Sie ist nun 30 Jahre alt und arbeitet seit 5 Jahren im Escort Berlin. Sie möchte jedoch nicht erkannt werden. Hanna ist also nur der von ihr gewählte Name für dieses Interview. Ansonsten könnte sie nicht so offen sprechen.

Wir sprachen mit Hanna vom Escort Service Berlin

Redaktion:
Hanna, wir danken Dir, dass Du für uns Zeit hast und auch gleich die Sonne mitbringst. Lass uns auch gleich mit der ersten Frage beginnen. Wie bist Du zum Escort Berlin gekommen?

Hanna:
Puhhhh, danke erst einmal für das Kompliment. Mein Weg zum Escort war eigentlich der genaue Gegensatz. Ich bin sehr streng erzogen worden. Meine Familie ist gläubig. Wir beteten jeden Tag. Eine Bibel gehörte neben das Bett. Über Sex redete keiner in der Familie. So kam es dann auch, das die ersten Erfahrungen mit meinem Freund zu den schlimmsten wurden. Wir waren beide gerade 17 Jahre und machten unsere Doktorspiele. Die gingen sehr weit. Und einige Wochen später erfuhr ich, das ich schwanger bin.

Redaktion:
Aber habt ihr in der Schule denn nichts über Verhütung gelernt?

Hanna:
Doch, natürlich. Aber meine Familie ist so gläubig, das vieles damit übertönt wurde. Meine Mutter glaubt heute noch, dass Maria einfach nur durch Geisteskraft empfangen hat. Das muss man sich einmal vorstellen. Und ich habe das früher auch geglaubt. Mit fehlte damals die objektive Möglichkeit, so etwas zu beurteilen. Auch mein damaliger Freund kam aus einer solchen Familie. Wir wussten nicht wirklich viel über Sex. Unsere Eltern zwangen uns dann zur Abtreibung. Ich konnte das nie verzeihen und wollte mich so schnell wie möglich von ihnen lösen, mich aber auch rächen. Und so ging ich zum Escort. Im ZDF hörte ich dazu einen Bericht. Danach wollte ich es unbedingt ausprobieren. Ich dachte ich könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mein eigenes Geld verdienen und meine Eltern schockieren.

Redaktion:
Das klingt aber nicht nach einem erfolgreichen Einstieg?

Hanna:
Naja. Der Anfang im Escort war wirklich schwierig. Ich war sehr naiv und habe mich von vielen ausnutzen lassen. Von der Escort Agentur, aber auch von Kunden. Näher möchte ich darauf nicht eingehen. Doch ich konnte auch meine Eltern schockieren. Sie haben mich danach rausgeschmissen und ich war plötzlich alleine. Im Escort hatte ich noch nicht viel verdient. Es war schwierig für mich. In der Not machte ich bei diversen Filmen mit. Das bereue ich. Denn viele davon sind im Internet verfügbar und ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Es hat Monate gedauert, bis ich mich wieder fangen konnte. Ich fand eine andere Escort Agentur in Berlin. Dort war man fair und man erklärte mir alles sehr genau. Seit dem ging es bergauf und ich hatte wieder Spaß am Leben und ich eroberte jeden Tag mehr, was Sex bedeuten kann. Es gab sicherlich auch nicht so schöne Erlebnisse. Aber in der Gesamtheit blicke ich heute auf eine erfüllte Zeit zurück. Zur Kirche oder zu meinen Eltern habe ich keinen Kontakt mehr.

Redaktion:
Das sind alles sehr traurige Erfahrungen. Wie siehst Du Deine Zukunft?

Hanna:
Ich möchte noch ein paar Jahre im Escort Berlin arbeiten. Mit spätestens 35 Jahren möchte ich aber ein Kind haben. Rein rechnerisch habe ich 5 Jahre Zeit einen passenden Mann zu finden. Das ist aber sehr schwer. Im Escort wachsen die Ansprüche beinahe von Monat zu Monat. Für den richtigen würde ich aber meinen Job in Berlin aufgeben. Ein eigenes Kind ist mein wichtigster Wunsch.

Redaktion:
Wie bewertest Du den Escort Alltag. Die Kunden, die Kolleginnen?

Hanna:
Hmmm. Es gibt schon manchmal Kunden, das fast Du Dir an den Kopf. Im Großteil sind alle verheiratet. Am Wochenende geht die Nachfrage zurück, da sie alle bei ihren Familien sind. Es gibt tolle Kunden, die wirklich diskret sind, auch Respekt haben. Und dann gibt es die Kunden, die jedes Escort Date irgendwo in den Blogs besprechen müssen. Das sind Kunden, die wir im Escort nicht mögen. Da fehlt einfach der Stil und Anstand. In Prozent kann ich sagen, 60 Prozent aller Kunden sind gut.
Das kollegiale Verhältnis im Escort ist gut. Mehr aber auch nicht. Jeder muss irgendwie überleben. Jeder will Geld verdienen. Der Kunde ist die Beute und nur darum geht es.

Redaktion:
Das ist eine ziemlich harte Sicht vom Escort Berlin?

Hanna:
Nein. Escort ist einfach ein Geschäft. Der Kunde kauft eine Leistung. Das ist Escort. Sicherlich es gibt auch viele romantische Momente. Aber grundsätzlich ist es für uns ein Geschäft, in dem wir uns behaupten müssen. Seit dem die Frauen aus Rumänien kommen, hat sich der Markt verändert. Viele der Frauen bieten sich ohne Schutz an. Wir wollen das nicht. Einigen Kunden ist das aber egal. Auch das ist die harte Wirklichkeit.

Redaktion:
Du bist jetzt schon so lange in Berlin als Escort Dame tätig. Möchtest Du die nächsten 5 Jahre weiterhin in Berlin verbringen?

Hanna:
Für uns im Escort ist Berlin eine tolle Stadt. Alles ist so anonym in Berlin, keiner kümmert sich um den anderen. Dadurch wird die Diskretion gewahrt. Aber mit einem Kind möchte ich in Berlin nicht leben. Es ist dreckig und nicht das richtige Umfeld für Kinder.

Redaktion:
Wir danken Dir für Deine Zeit und Deine offenen Worte, liebe Hanna. Wir wünschen Dir trotz Deiner Erlebnisse, eine wunderschöne Zeit und das sich Deine Träume erfüllen mögen.

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