Sex im Internet beschränken

Sex und das Internet gehören zusammen wie Sex und Fernsehen, Sex und Leben, Sex und Geld. Unsere Welt ist durch Sex geprägt. Es gibt Zeiten, da sprechen wir dieses offen aus und es gibt Zeiten in denen wird es nur durch vorgehaltener Hand erwähnt. Mittlerweile entwickeln wir uns wieder zurück. Sex und Erotik dürfen nicht mehr so frei sein. So überrascht es nicht, wenn die CSU erneut mit einer Pornoschranke Schlagzeilen macht. Dabei steht aber nicht nur die CSU im Vordergrund. Eigentlich fordert es jede Partei. Denn Erotik und Pornografie ermöglichen langfristig eine vollkommende Zensur im Internet auch für andere Bereiche. Dass dieses ganz einfach möglich ist, zeigt der Blick nach England.

Pornoschranke bereits Wirklichkeit

In England werden die Pornoschranken ab 2014 eingeführt. Alle großen Provider wurden zur Mitarbeiter überredet/gezwungen. 90 Prozent der Haushalte sind betroffen, denn die Voreinstellung ist ab 2014 automatisch aktiviert. Wer dieses nicht wünscht, muss sich schriftlich freischalten lassen. Das gilt auch für Bestandskunden. Eine Kooperation mit den großen Suchmaschinen wird verhandelt. Eine von der Regierung vorgegebene Liste bestimmter Suchwörter soll automatisch blockiert werden. In England will man aber keinesfalls nur darüber reden. So spricht man offiziell von einer Zusammenarbeit. Indirekt heißt es aber ganz klar. Wer diese ablehnt, wird dazu gezwungen. Die Software dazu kommt übrigens aus China. Bekannt wurde auch, das die Voreinstellungen nicht nur Sex und Pornographie betreffen. Auch Themen um Alkohol, Essstörungen, esoterische Webseiten, Selbstmordthemen und Terrorismus seien blockiert. Ohne einen schriftlichen Antrag auf Freischaltung ist die Schranke aktiv. Künftig könnten die Themen beliebig erweitert werden. Zudem ist es von dem Wunsch auf Freischaltung nach eigenem Willen hin zum Gedanken, dass die Regierung dieses übernimmt, nur eine Zeitfrage.

Nun auch in Deutschland

Die Pläne der CSU lassen sich sicherlich nicht sofort oder in den nächsten 2 Jahren umsetzen. Auffallend ist aber, dass nahezu jede Partei dieses fordert. Da wundert es nicht, das laut den Statistiken die Zahl der Jugendlichen, die Pornographie im Internet nutzen, deutlich gestiegen ist. Was Kinder und Jugendliche schützen soll, kann der Regierung nur recht sein. Schutz und Zensur liegen nicht weit auseinander …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.